Ich habe gemerkt, dass es mal wieder Zeit für einen Beitrag ist, da mir beim Gedanken an die vergangenen Wochen aufgefallen ist, dass ich mich nur noch mit Mühe erinnern kann, was ich alles erlebt habe. Also bevor alles verschwindet, halte ich es hier noch einmal für euch schnell fest. Angefangen beim Wochenende vor zwei Wochen..
Da viele meiner Freunde hier in den USA Dänen sind, und eine von ihnen sogar bei dänischen Gasteltern wohnt, hat es mich mit ihr auf einen dänischen Weihnachtsbasar in Maryland verschlagen.
Neben viel dänischem Gebäck, gab es Adventsgestecke, Tannenbaumschmuck, welcher genauso aussah, wie den den wir Zuhause haben...
...und noch mehr Essen. Es wurden so gar Hot Dogs verkauft, aber leider haben darauf die gerösteten Zwiebeln und die typisch dänischen Gurken gefehlt. Da ich eigentlich jedes Jahr ein paar Wochen in Dänemark verbringe, kam mir einiges bekannt vor und mich hat vieles an deutsche Weihnacht erinnert. Natürlich war es für Helene toll, all die dänischen Spezialitäten, hier in den USA zu haben.
Da der Basar nicht allzu groß war, hat es uns noch ganz Aupairlike in eine nahegelegene Mall verschlagen. Später machten wir uns zum National Harbor auf, wo ich schon mal vor ein paar Wochen war, weil dort am Abend, die Christmas Tree Lightening Ceremony stattfand.
Auch wenn ich, zugegeben, noch nicht wirklich in Weihnachtsstimmung bin, war die Atmosphäre sehr festlich und die ganzen Lichter sehr schön anzusehen. Natürlich ist amerikanische Weihnacht ganz anders als deutsche. Alles ist viel bunter, heller und größer. An einigen Stellen etwas kitschig, aber durchaus einmal sehenswert.
Leider wurde die ganze Zeremonie etwas durch die Vorfälle in Paris überschattet, weshalb auch das Riesenrad, an diesem Abend, in den französischen Nationalfarben erleuchtet war...
Abgerundet wurde der Abend dennoch mit einem wunderschönen Feuerwerk!
Sonntag hat es mich mit Helene, Cat und Jessica, welche ich auf einem riesigen Aupairtreffen, das jeden Dienstag in einem nahegelegenen Starbucks stattfindet, kennen gelernt habe, in ein Outlet, etwa 40min von hier getrieben. Das nette dort war, dass es nicht nur Outletläden gab, sondern auch ganz reguläre. Das Highlight war aber dennoch der Ikea nebenan, wo wir uns alle ein bisschen wie Zuhause gefühlt haben. Ich habe mich erstmal mit weihnachtlichen Duftkerzen eingedeckt, um ein bisschen in Stimmung zu kommen, und Cups, sowie Tablespoons (Amerikanische Messeinheiten) mussten auch mit, damit ich mal die Rezepte von hier, Zuhause nach kochen kann. Am Abend haben wir uns dann noch in der Cheesecake Factory eingefunden. Also ein klischeehafter Aupairtag.
Die nachfolgende Woche verlief unspektakulär. Freitagabend habe ich mich mit Helene getroffen, um unsere Pläne für New York, die wir schon seit einiger Zeit im Kopf haben, etwas zu konkretisieren. Bisher konnten wir leider nur New York für Dezember festmachen. Ich freue mich schon riesig den Big Apple mit all den Weihnachtslichtern, dem Weihnachtsbaum am Rockefeller Center und dem winterlichen Central Park zu sehen. Das stand schon lange auf meiner Liste: New York im Winter! Vielleicht klappt Philadelphia auch noch, wir werden sehen.
Gestern haben wir uns früh morgens, zusammen mit Jessica zum National Cemetery aufgemacht, wobei es sich um einen Militärfriedhof handelt, der an das Pentagon grenzt und auf welchem auch John F. Kennedy und seine Frau begraben liegen.
Der Friedhof wurde während des Bürgerkrieges, auf dem Anwesen eines Generals errichtet, dessen Haus heute noch besichtigt werden kann.
Von dort aus hat man einen atemberaubenden Blick über DC und mit über 260.000 Beigesetzten, ist es der zweitgrößte Friedhof der USA. Einfach riesig!
Heute sind Cat, Helene, Jessica und ich im Silver Diner Frühstücken gewesen, was eigentlich an einem Sonntagmorgen unmöglich ist, da alles überrannt wird. Aber nach einigem Umherfahren und Warten haben wir dann aber doch etwas zu Essen bekommen. Später sind wir nach Great Falls gefahren um, wie der Name schon verrät, uns die Wasserfälle anzugucken, keine 15 min von hier.
Auch wenn es sehr kalt war, haben wir alle das Wandern und Klettern genossen und wir wurden mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt!
Ich möchte auf jeden Fall noch einmal im Sommer oder Frühling dort hin zurück, wenn alles grün ist.
Jetzt steht aber erstmal Thanksgiving vor der Tür, was meine Gastmutter und ich schon fleißig planen.
Ich berichte!